Tierische Irrtümer

Jungtiere sind immer kleiner als erwachsene Tiere

Tierischer Irrtum: Junge Tiere sind immer kleiner als ihre älteren, ausgewachsenen Artgenossen.

Diese Aussage stimmt zwar bei vielen Säuge- und anderen Wirbeltieren, nicht aber bei der Mehrheit der Insekten. Bei nahezu allen Arten, die eine völlige Metamorphose durchmachen, sind die Larven als frühes Fortentwicklungsstadium häufig größer als die „fertigen“ Tiere.

Schmetterlinge wachsen bekanntlich als Raupen auf, Fliegen als Maden und Maikäfer als Engerlinge (um nur einige zu nennen). In ihrer Larvenzeit sind sie besonders gefräßig, dafür nehmen sie häufig als adultes (erwachsenes) Tier kaum noch Nahrung zu sich.

Diese Marienkäferlarve ist etwa dreimal so groß wie der ausgewachsene Käfer | Foto: © Martina Berg

Das fertige Insekt schlüpft nach einem Ruhestadium, der Puppenruhe, aus einer Art Kokon und wächst nicht mehr. Entdecken Sie also einen besonders kleinen Marienkäfer, so ist dieser weder besonders jung noch wird er größer werden – er ist halt so!

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Martina Berg

Martina Berg ist Chefin von Bogensport Deutschland. Sie schießt Blankbogen, ist DFBV-Trainerin und Autorin von Bogensport-Büchern. Als Fach-Händlerin kennt sie sich auch mit Compound- und Recurvebögen aus. Dies ist ihr Hobbyblog.

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