Giftig, aber für Menschen ungefährlich: Die Gartenkreuzspinne

Die Kreuzspinnen sind eine Gattung (Araneus) aus der Familie der Radnetzspinnen (Araneidae). Die Garten-Kreuzspinne (Araneus diadematus) gehört zu den größeren Vertreterinnen der Gattung Araneus (Kreuzspinnen) und kommt in Gärten, aber auch an Waldwegen und Waldrändern sowie auf Brachen vor.

Foto: © Martina Berg

Foto: © Martina Berg

Fast alle Spinnen sind giftig, also auch die Garten-Kreuzspinne. Sie lähmt mit ihrem Gift ihre Beute, um sie dann ohne große Probleme einspinnen und aussaugen zu können.



Kann die bei uns doch sehr häufig vorkommende Garten-Kreuzspinne auch einem Menschen gefährlich werden? Sie brauchen vor den faszinierenden Krabbeltieren keine Angst zu haben, denn erstens ist ihr Gift für Menschen bei weitem nicht tödlich. Und zweitens hat die Kreuzspinne trotz ihrer manchmal recht imponierenden Größe (Weibchen werden bis zu 18 mm groß, Männchen bis zu 10 mm) nur recht kurze Giftklauen (Cheliceren), mit denen sie die menschliche Haut nicht durchstossen kann.

Sie können sich also ohne Angst einer Kreuzspinne nähern und sie sich einmal näher anschauen (bitte bedrängen sie die Spinne dabei aber nicht). Kreuzspinnen erkennen sie an der mehr oder weniger deutlichen Kreuzzeichnung auf dem Rücken. Diese Zeichnung ergibt sich aus einer Serie weißer Flecken, die in zwei sich kreuzenden Linien angeordnet sind.  Die Farbenvielfalt der Spinnen ist sehr groß – sie reicht von rostrot über braun bis grau und gelb. Es gibt auch häufig mehrfarbige Exemplare.

Radnetz - Foto: © Martina Berg

Radnetz – Foto: © Martina Berg

Als echte Radnetzspinnen bauen Gartenkreuzspinnen große Radnetze. Hier hocken sie meist in der Mitte und warten darauf, daß sich ein Schmetterling, eine Hummel oder ein anderes Insekt darin verfängt. Übrigens spinnt die Gartenkreuzspinne jeden Tag ein neues Netz – die Reste des alten frisst sie zuvor auf.

Dem Paarungsverhalten und der Fortpflanzung dieser faszinierenden heimischen Spinnen werde ich demnächst einen ausführlichen Artikel widmen – damit Sie diesen nicht verpassen: abonnieren Sie doch einfach diesen Blog!

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Über Martina Berg (435 Artikel)
Fotografin, Autorin, Bloggerin, Bogenschützin und Antiquarin aus dem Lipperland. Mein Antiquariat "Die Bücher-Berg" finden Sie unter www.martinaberg.com. Eine Übersicht meiner weiterer Projekte steht rechts im Menü.

4 Kommentare zu Giftig, aber für Menschen ungefährlich: Die Gartenkreuzspinne

  1. Das war mir nicht bekannt, dass sie täglich neu spinnt. Mir tat es immer leid, wenn ich mal versehentlich (oder um den Durchgang frei zu bekommen) ein solches Kunstwerk kaputt machte.

    War so frei, deinen schönen Blog in meine Blogroll aufzunehmen.

    Herzlichen Gruß.

    • kuriosetierwelt // 20. Juli 2013 um 10:18 // Antworten

      Trotzdem sollte man die Netze meiner Meinung nach nicht mutwillig zerstören – es sind ja echte Kunstwerke. Läßt sich aber ja manchmal gar nicht vermeiden, z.B. wenn man an einem Herbsttag über eine Wiese geht.

      Und Danke für die Aufnahme in Deine Blogroll!

  2. Wir haben jedes Jahr eine oder bis zu 3 an den Fenstern sie sind irgendwie Schaurigschön wenn man das sagen darf

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