Storchendorf Elbrinxen im Lipperland

Achtung: dieser Beitrag enthält viele Bilder, das kann unter Umständen zu einer etwas längeren Ladezeit führen.

Elbrinxen ist ein kleines, noch sehr ursprüngliches Dorf in der südöstlichen Ecke des Kreises Lippe (Nordrhein-Westfalen). Der Ort gehört zur Stadt Lügde und liegt in unmittelbarer Nähe von Bad Pyrmont. Ein kleines, leicht zu übersehendes Holzschild mit der Aufschrift „Zu den Störchen“ weist gleich hinter dem Ortsschild „Elbrinxen“ den Weg zum Storchengelände. Die etwa 2.500 m2 große, idyllisch am Bach Wörmke gelegene Grünfläche ist zeitweise die Heimat von rund 30 Weißstörchen.

Drei Störche auf einem Dach in Elbrinxen – Foto: © Martina Berg

Nicht alle Störche zieht es im Winter in den Süden. Einige „faule“ Vögel bleiben in Elbrinxen. Denn sie wissen genau, dass sie hier auch im kältesten Winter immer zu fressen bekommen. Dafür sorgen die Mitglieder des Storchenvereins Elbrinxen e.V., die sich um den Schutz der Störche und die Instandhaltung des Storchengeländes mit den zwölf Nisthilfen, dem Storchenhaus und den Infotafeln ehrenamtlich kümmern. Zehn rührige Tierschützer gründeten den Verein 1985. Heute zählt er etwa 60 engagierte Mitglieder.

Den Anfang der „Storchenzucht“ bildeten 5 Störche, die aus der Schweiz und Polen stammten und in Elbrinxen angesiedelt wurden. Noch heute kommen noch einige der ersten in Elbrinxen aufgezogenen Störche im Frühjahr nach Elbrinxen, um hier selbst für Nachwuchs zu sorgen.

Eine der Nisthilfen für die Störche – Foto: © Martina Berg

Insgesamt zwölf Nisthilfen sind auf dem Storchengelände verteilt und meist sind alle Nester im Frühjahr besetzt. Die Jungstörche stehen nach dem Schlüpfen unter besonderer Beobachtung der menschlichen „Storcheneltern“. Dies geschieht teilweise auch mittels einer Videokamera, die an einem Nest installiert ist. Im Notfall werden Jungtiere aus dem Nest geholt und im Storchenhaus hochgepäppelt, bis sie wieder zurück zu ihren Eltern können. Besonders während eines verregneten und kalten Frühlings ist diese Hilfe leider oft nötig.

Schade finde ich, dass die Video-Bilder nur ins Storchhaus übertragen werden und nur dort angeschaut werden können. Eine Übertragung ins Internet erfolgt leider nicht und das Storchenhaus ist meist verschlossen. Auch die Homepage des Vereins ist leider nicht sonderlich informativ. Von der Rückkehr der Störche aus dem Winterquartier und dem Schlupf der ersten Jungstörche erfährt man immer nur aus der Zeitung.

Mama oder Papa mit zwei Halbwüchsigen – Foto: © Martina Berg

Zugefüttert wird nur soviel wie nötig und so wenig wie möglich. Denn die Störche sollen in den angrenzenden Feuchtwiesen möglichst selbständig ihre Nahrung suchen.  Wenn gefüttert wird, dann meist am späten Nachmittag. Dann fliegen die Störche immer zu mehreren zum Futterplatz vor dem Storchenheim und starten nach einiger Zeit von dort auch wieder. Als Fotograf kann man dann besonders schöne Flugfotos machen.

Fliegender Weißstorch – Foto: © Martina Berg

Das Gelände ist bis auf den umzäunten Futterplatz völlig frei zugänglich. Einige Nester eignen sich hervorragend für Fotos, weil sie unmittelbar am Weg und in geringer Höhe liegen. Eine nest befindet sich auf dem Dach des Feuerwehrgerätehauses, zwei weitere auf nahegelegenen Fachwerkhäusern. Direkt an der Feuerwache liegt der Elbrinxer Festplatz. Aber selbst vom Trubel und Lärm des Schützenfestes lassen sich die Störche nicht stören.

Mindestens einmal im Jahr mache ich mich auf, um die Elbrinxer Störche zu besuchen und natürlich zu fotografieren. Das macht mir sehr viel Spaß. Und da ich die Arbeit der Storchenschützer sehr schätze, landet auch immer ein Schein in einer der aufgehängten Spendenboxen.

Doch nun genug der Worte, jetzt wollen Sie ja bestimmt noch mehr Bilder sehen:

Infotafel und Nest mit Kamera – Foto: © Martina Berg

Gerade aus dem Winterquartier zurück – Foto: © Martina Berg

Feuersirene als Aussichtsturm – Foto: © Martina Berg

Warten auf den Partner – Foto: © Martina Berg

Fachwerkhaus mit Storchennest – Foto: © Martina Berg

Um Rücksicht wird gebeten – Foto: © Martina Berg

Gekonnte Landung – Foto: © Martina Berg

Und Abflug – Foto: © Martina Berg

Etwas windzerzaust – Foto: © Martina Berg

Nest mit Kamera – Foto: © Martina Berg

Storchenpaar – Foto: © Martina Berg

Alle Vögel die Augen links – Foto: © Martina Berg

Es gibt auch mal Streit – Foto: © Martina Berg

Vorsicht, Gegenverekhr! – Foto: © Martina Berg

Putzstunde – Foto: © Martina Berg

Landung auf einem Silo – Foto: © Martina Berg

Silo mit Störchen – Foto: © Martina Berg

Storchennest vor einem Dach – Foto: © Martina Berg

Storchenenst auf dem Spritzenhaus – Foto: © Martina Berg

Hmmmm, lecker Futter – Foto: © Martina Berg

Ihnen gefällt dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn doch bitte in Ihren sozialen Netzwerken – und folgen Sie mir auf meiner Facebookseite!

Wenn Sie eines dieser Angebote bei Amazon kaufen, erhalte ich eine kleine Provision, Sie bezahlen aber keinen Cent mehr.

Über Martina Berg (422 Artikel)
Fotografin, Autorin, Bloggerin, Bogenschützin und Antiquarin aus dem Lipperland. Mein Antiquariat "Die Bücher-Berg" finden Sie unter www.martinaberg.com. Eine Übersicht meiner weiterer Projekte steht rechts im Menü.

2 Kommentare zu Storchendorf Elbrinxen im Lipperland

  1. Yvonne Mayr // 14. Juni 2014 um 08:21 // Antworten

    Wau, tolle Fotos von wunderbaren Vögeln. Da muß ich demnächst auch mal hin. Grüsse von Yvonne

  2. Hermann Wenneker - Ortsbürgermeister Elbrinxen // 23. Februar 2016 um 00:34 // Antworten

    Danke für einen hervorragenden Beitrag mit wunderschönen Bildern.
    Besuchen Sie Elbrinxen mit seinen Störchen !! Und wir haben noch mehr zu bieten. z.b.eine kleine, aber feine Kulturscheune,genannt Marktscheune mit einer Theaterbühne ,die das ganze Jahr etwas zum Besten gibt. Und eben unsere Störche, bis zu 20 Jungstörche ziehen im Herbst .gen Süden in Elbrinxen aufgewachsen ,jedes Jahr.Wenn in der zweiten Augustwoche sich die Vögel zum Zug in den Süden versammeln ist das ein Bild was nicht einfach vergessen wird.

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*