Der Mops, das unbekannte Wesen

Wem das Wort „Mops“ über die Lippen kommt, denkt unweigerlich erstmal an einen Rollmops oder etwas anderes Mopsiges, was mit Ästhetik wenig zu tun hat. Der Mops ist allerdings eine Hunderasse, die einerseits sehr bekannt ist, andererseits wohl aber am meisten verkannt wird. Nur wer einen Mops sein Eigen nennt und mit ihm schon ein paar Jahre verbracht hat, bekommt einen Einblick in den einmaligen Charakter dieses Hundes.

Foto: © Martina Berg

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Ein Mops wird bis zu 15 Jahre alt und bedarf teilweise einer bestimmten Grundpflege. Zu nennen sind hier die ausgeprägten Falten und die typische Mops Nase, in denen sich gerne Bakterien einnisten. Auch zum Joggen gehen ist ein Mops nicht unbedingt geboren. Alle Nachteile, die ein Mops aufweisen kann, haben aber noch nie dazu geführt, das dieser Hund an Beleibtheit verloren hat.




Trendhund oder Familienmitglied mit Potenzial?

Immer öfter hört man im Fernsehen oder liest man in Zeitschriften über den früher als langweilig abgestempelten Hund, der sich Mops schimpft. Er ist auf Plakaten und Werbespots zu sehen, ist Kult im Film „Men in Black“ als „Frank“ und ist dennoch verpöhnt als überzüchteter Hund mit angeborenen Krankheiten. Die zerknautschte Nase, ein niedlicher Blick und eine Mimik, wie sie so kaum ein anderer Hund an den Tag legen kann, machen Ihn interessant für Werbeaufnahmen und attraktiv für Halter, die so ein keines Wollknäuel ihr Eigen nennen möchten.

Foto: © Martina Berg

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Der Mops kann im Allgemeinen als sehr lustiger und lebhafter Hund mit vielen Widersprüchen bezeichnet werden. Er liebt es einerseits seinen Kopf durchzusetzen, ist aber auf der anderen Seite sehr intelligent und gelehrig. Mit ein wenig Geschick und Geduld kann dem Mops sogar viel beigebracht werden. Gerne zeigt er seinem Herrchen was er kann und macht mitunter die seltsamsten Dinge, um Aufmerksamkeit zu bekommen. Schon im frühen China, aus dem der Mops ursprünglich herkommt, wurden Möpse aufgrund ihres clown-artigen Verhaltens oft im Theater eingesetzt. Grundsätzlich kann der Mops auch als sehr menschenbezogen bezeichnet werden, denn er möchte bei allem und überall dabei sein.



Er ist im Grunde ein Familienhund par excellence wären da nicht die durch in der Vergangenheit bedingten Erkrankungen und gesundheitlichen Probleme als Resultat von Qualzuchten. Wer sich einen typischen Mops zulegt, muss damit leben (lernen) und sich vorher in einschlägigen Ratgebern informieren wie und wo man sich einen Mops kauft.

Das Beste von Beidem

Eine Alternative kann aber ebenfalls sein, sich für eine fortschrittlichere Variante zu entscheiden: Den Retro Mops.

Viele Züchter gehen heute soweit, dass Sie Nase und Rachen einer Rückzüchtung unterwerfen. Bedingt durch kaum vorhandene Nasen kommt es bei Möpsen immer wieder zu Atemproblemen und Röcheln, die ihnen das Leben vor allem bei heißem Wetter erschweren. An Sport ist nicht zu denken. Ein Mops kommt einem vor wie ein sehr agiler Hund mit einem überhöhten Bewegungsdrang, der allerdings in einem falschen Körper gefangen ist.

Mops

Diverse Züchter haben dieses Problem mittlerweile behoben und verkaufen nur noch „altdeutsche Möpse“ und „Retro Möpse“, die keinerlei Atemprobleme mehr aufweisen und agiler sind als jemals zuvor, ohne dabei an den so geliebten Mimiken der Rasse eingebüßt zu haben. Ein Clow bleibt ein Clown ob mit oder ohne Nase.

Viele weitere Rasseinformationen finden sie im Mops Magazin von mops-pfote.com.



Über Martina Berg (441 Artikel)
Fotografin, Autorin, Bloggerin, Bogenschützin und Antiquarin aus dem Lipperland. Mein Antiquariat "Die Bücher-Berg" finden Sie unter www.martinaberg.com. Eine Übersicht meiner weiterer Projekte steht rechts im Menü.

1 Kommentar zu Der Mops, das unbekannte Wesen

  1. Der Mops ist doch von allen Hunden der coolste. Schlau, treu, lustig und herzlich. Wie Loriot schon sagte: „Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos“

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