Das richtige Futter für Gartenvögel

Unsere heimischen Vögel finden in unseren meist zu aufgeräumten Gärten oft zu wenig Futter. Vom Frühjahr bis in den Herbst sorgen Früchte und Samen an Stauden und Sträuchern vielerorts noch für ausreichend Vogelfutter. Im Winter ist es aber sinnvoll, zusätzliche Futterplätze für unsere gefiederten Mitlebewesen einzurichten und zu bestücken.

Doch welches Futter sollten Sie dort anbieten? Welcher Vogel frisst was am liebsten?

Arten von Winterfutter für einheimische Vögel

Getreideflocken

Amseln, Heckenbraunellen und Heckenbfaunellen sind Beispiele für Weichfutterfresser. Sie mögen neben Mehlwürmer, Rosinen, Birnen und Äpfeln auch sehr gern Getreideflocken. Die bekanntesten sind Haferflocken*, genauso gut eignen sich aber auch Dinkel- und Hirseflocken. Dabei ist es besonders wichtig, dass die Flocken vor Regen soweit geschützt sind, dass sie an der Futterstelle nicht zu einem Brei werden.

Am liebsten picken diese Vögel ihr Futter bevorzugt direkt vom Boden. Es gibt spezielle Streufuttermischungen*, die auf die besonderen Vorlieben der Weichfutterfresser abgestimmt sind.

Grünlinge oder Grünfinken an einer Futterstelle – Foto: © Martina Berg

Nüsse

Haselnüsse*, Walnüsse* und Erdnüsse*: Aufgrund ihres hohen Fettgehalts sind Nüsse ideale Kraftspender im Rahmen der Winterfütterung für fast alle bei uns heimischen Vögel. Bitte achten Sie auf einwandfreie Qualität der Nüsse. Gewürzte, gesalzene oder ranzige Nüsse gehören nicht ins Futterhaus. Sie schaden den Vögeln.

Größere Vögel wie Amseln, Spechte oder Elstern können zwar ganze Nüsse abtransportieren und in schnabelgerechte Stücke zerteilen. Damit aber auch kleinere Vögel in den Genuss dieser Kraftnahrung kommen können, sollten die Nüsse zerkleinert sein.

Rosinen

Beliebt sind Sultaninen oder Rosinen* bei allen Beerenfressern wie Amseln, Drosseln und Staren sehr beliebt. Auch Rosinen sind wegen ihres hohen Fruchtzuckergehalts gute Energielieferanten. Sie eignen sich gut als Streufutter auf dem Boden aber auch im Futterhäuschen und sollten ungeschwefelt sein.

Rosinen locken neben Vögeln auch oft Eichhörnchen an Ihre Futterstelle.

Saaten

Kleine Vögel von der Zeisig oder das Rotkehlchen knacken gern Samen*. Die Körnchen von Raps, Hanf, Hirse oder Lein sind für sie wahre Leckerbissen. Gemischt mit Getreideflocken in einer Futtersäule oder mit Fett zu einem Knödel geformt, sind sie besonder bei den Vogelarten beliebt, die gern von hängenden Futterquellen fressen (wie Meisen und Spatzen).

Buntspecht (Picoides major) an einem Futterknödel – Foto: © Martina Berg

Sonnenblumenkerne

Wer Sonnenblumen in seinem Garten hat, weiß es: Vögel lieben Sonnenblumenkerne*. Besonders im Winter sind sie Kraftnahrung für viele Vögel. Dabei ist es egal, ob sie die Kerne mit oder ohne Schale anbieten. Ähnlich wie bei den Nüssen, ist es für kleinere Vögel leichter, wenn sie zerkleinerte Kerne in Futterhaus finden. Auch Eichhörnchen und Spitzmäuse freuen sich über diesen Leckerbissen.

Informationen zur Sommerfütterung und was Sie an einer Futterstelle beachten sollten, finden Sie hier.

Text & Fotos: © Martina Berg

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